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Totschlagargument

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Totschlagargument

Beitragvon xyCommander » Sonntag 7. März 2010, 16:54

Ave.

Diskutieren können ist eine Kunst.
Die alten Griechen hatten für Rhetorik besondere
Schulen, wo man dies lernte. Heute muss man das
einfach so können...

Nun, es gibt ehrliche, sachliche Diskussionen. Und
es gibt unfaire Techniken, den Gegner mundtot zu machen.
Mir ist schon mehrmals bei großen (politischen) Diskussionen
aufgefallen, dass es da eine neue Form von Totschlagargument
gibt:

Und zwar bezichtigt man den anderen mit dem Vorwurf,
er sei rechtsextrem, judenfeindlich o.ä.

Die Wirkung ist folgende: Egal wie lächerlich der Vorwurf
ist und wie haltlos die Begründung: Bei allen Beteiligten ist
die so verleumdete Person sofort unten durch.
Irgendwie bewirken diese Worte dass einerseits die Gehirne
nicht mehr funktionieren und man sich gar nicht fragt:
"Stimmt das überhaupt??".
Außerdem wird auch keiner wagen, die beschuldigte Person
zu verteidigen, weil er sich ja dann demselben Vorwurf aussetzt.

Das ist ne ganz ganz miese Masche :-(

Hier ist das einem Autor passiert, der hat sich vor Gericht gewehrt:
http://info.kopp-verlag.de/news/lg-muen ... uetzt.html

{TEXT}


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Totschlagargument Teil 2

Beitragvon xyCommander » Sonntag 27. Juni 2010, 10:51

Ave.

Ich hab schon mehrmals über Totschlagargumente berichtet,
also Sätze die in Diskussion fallen und absolut unfair sind,
weil sie nicht sachlich fundiert sind, sondern mit einem
unlogischen Verweis auf ein Tabu-Thema arbeiten.
(oder aber primitiv stupide sind wie z.B.
"Das hat noch nie funktioniert!")

Und da bin ich doch wieder über ein weiteres Totschlagargument gestoßen. Es heißt Tina :-)

Etwas ähnliches hab ich bei dem Saubermann Al Gore neulich beobachtet, der sagt dann immer "The Debate is over".
Ach ja? Ist sie das?

Am sinnvollsten sind die Wiki-Artikel über Tina und Totschlagargumente.
Sehr hilfreich wären mögliche Konterstrategien, doch dazu habe ich
bislang leider noch nichts. Das einzige was mir einfällt, ist offen
zu sagen dass ich die Killer Phrase erkannt habe und darum bitte,
dass wir zu einer sachlichen Diskussion zurückfinden mögen...
Nicht super überzeugend, kommt sehr darauf an, welches Gewicht
man persönlich in der Runde hat.


Quelle für TINA und weitere Artikel: http://blog.fefe.de/?ts=b50c5c5b

Quelle für Al Gore: http://www.youtube.com/watch?v=EoDZQApqpSs
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Regierungsstil im Sommer 2010

Beitragvon xyCommander » Donnerstag 8. Juli 2010, 13:17

So, wir sind aus der WM ausgeschieden bzw. steht sie kurz vor ihrem Ende.
Damit verbinde ich die Hoffnung, dass wieder ein paar andere Themen in den Vordergrund rücken.

Hier wird der Politikstil Merkels kritisiert. Ihre halbherzigen BASTA-Versuche funktinoieren nicht - nicht bei ihr und generell.

http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... -machtwort
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Grass 2012

Beitragvon xyCommander » Mittwoch 4. April 2012, 20:26

Der Frühling 2012 liefert uns ein weiteres Beispiel. Günter Grass veröffentlichte ein Gedicht (naja, für mich ist es eher ein Text) zum Thema Israel und Iran. Ich zitiere es im Wortlaut weiter unten. In diesem Gedicht kritisiert er Israel und legt dar, dass diese eine unkalkulierbare Atommacht sind, die gegen den Iran hetzen, der nur angeblich irgendwann über die Möglichkeit verfügen könnte, Atomwaffen herzustellen. Und wir Deutschen unterstützen Isreael bei ihrem tun, indem wir ihnen Atom-U-Boote verkaufen (unterhalb des eigentlichen Preises!), mit denen sie Atomwaffen abfeuern können.

Die Reaktionen (beispielsweise der großen Parteien) waren stereotyp: Ihm wird Antisemitismus vorgeworfen - klassisches Totschlagargument.

Was Grass sagt, ist sachlich richtig. Es ist wahr. Die haltlose Kritik an seinen Worten zeigt nur zu deutlich, dass es bei uns Tabus gibt, die der angeblichen Meinungsfreiheit Hohn sprechen. Dazu gehört vor allem jede Kritk an Israel und seiner Politik nach Innen wie nach Außen. Herr Grass sagt nichts als die Wahrheit. Und ihm gebührt Respekt, dass er den voraussehbaren Hohn und Diskreditierung von allen Seiten auf sich nimmt.



Quellen:

{TEXT}
Von Günter Grass

"Warum schweige ich, verschweige zu lange, was offensichtlich ist und in Planspielen geübt wurde, an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind.

Es ist das behauptete Recht auf den Erstschlag, der das von einem Maulhelden unterjochte und zum organisierten Jubel gelenkte iranische Volk auslöschen könnte, weil in dessen Machtbereich der Bau einer Atombombe vermutet wird.

Doch warum untersage ich mir, jenes andere Land beim Namen zu nennen, in dem seit Jahren - wenn auch geheimgehalten - ein wachsend nukleares Potential verfügbar aber außer Kontrolle, weil keiner Prüfung zugänglich ist?

Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes, dem sich mein Schweigen untergeordnet hat, empfinde ich als belastende Lüge und Zwang, der Strafe in Aussicht stellt, sobald er mißachtet wird; das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig.

Jetzt aber, weil aus meinem Land, das von ureigenen Verbrechen, die ohne Vergleich sind, Mal um Mal eingeholt und zur Rede gestellt wird, wiederum und rein geschäftsmäßig, wenn auch mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert, ein weiteres U-Boot nach Israel geliefert werden soll, dessen Spezialität darin besteht, allesvernichtende Sprengköpfe dorthin lenken zu können, wo die Existenz einer einzigen Atombombe unbewiesen ist, doch als Befürchtung von Beweiskraft sein will, sage ich, was gesagt werden muß.

Warum aber schwieg ich bislang? Weil ich meinte, meine Herkunft, die von nie zu tilgendem Makel behaftet ist, verbiete, diese Tatsache als ausgesprochene Wahrheit dem Land Israel, dem ich verbunden bin und bleiben will, zuzumuten.

Warum sage ich jetzt erst, gealtert und mit letzter Tinte: Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden? Weil gesagt werden muß, was schon morgen zu spät sein könnte; auch weil wir - als Deutsche belastet genug - Zulieferer eines Verbrechens werden könnten, das voraussehbar ist, weshalb unsere Mitschuld durch keine der üblichen Ausreden zu tilgen wäre.

Und zugegeben: ich schweige nicht mehr, weil ich der Heuchelei des Westens überdrüssig bin; zudem ist zu hoffen, es mögen sich viele vom Schweigen befreien, den Verursacher der erkennbaren Gefahr zum Verzicht auf Gewalt auffordern und gleichfalls darauf bestehen, daß eine unbehinderte und permanente Kontrolle des israelischen atomaren Potentials und der iranischen Atomanlagen durch eine internationale Instanz von den Regierungen beider Länder zugelassen wird.

Nur so ist allen, den Israelis und Palästinensern, mehr noch, allen Menschen, die in dieser vom Wahn okkupierten Region dicht bei dicht verfeindet leben und letztlich auch uns zu helfen."

http://www.spiegel.de/kultur/gesellscha ... 44,00.html

Deutschland liefert ein sechstes U-Boot an Israel. Die Bundesrepublik verpflichtet sich, ein Drittel der Kosten zu übernehmen, nämlich 135 Millionen Euro.

http://www.tagesschau.de/ausland/israel1214.html

Hier Reaktionen auf Grass gedicht:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 70,00.html
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Grass Teil 2

Beitragvon xyCommander » Montag 9. April 2012, 09:31

Diese Sache mit Grass schlägt wirklich hohe Wellen. Ein wirkliches Paradebeispiel, wie unsere Gesellschaft, wie die Medien, wie hohe Politiker so ticken und in wie engen Denkbahnen wir uns nur bewegen dürfen.

Zu dem Gedicht von Günter Grass gibt’s mittlerweile sogar einen eigenen Wiki-Artikel!
http://de.wikipedia.org/wiki/Was_gesagt_werden_muss

Was Grass deutlicher hätte präzisieren sollen: Dass seine Kritik auf die israelische REGIERUNG zielt, und nicht auf die Israeliten an sich.

Dennoch: Wer, in blinder Selbstzensur, jede Kritik an Israel zu diffamieren versucht, handelt gefährlich intolerant.
Und sind wir, aufgrund der Taten unserer Vorväter, dazu verurteilt für immer die Schnauze zu halten? Definitiv NEIN!

----

Dies ist eine sehr schöne Zusammenfassung der Geschehnisse:
Was auch noch gesagt werden muss!
Intellektuelle melden sich in Hintergrund zu Wort. Kommentare zur Grass-Debatte von Moshe Zuckermann, Noam Chomsky, Domenico Losurdo, Rolf Verleger, Ekkehart Krippendorff und Norman Paech -
http://www.hintergrund.de/201204062011/ ... -muss.html

---

Israel reagiert mehr als übertrieben und verhängen ein Einreiseverbot für Günter Grass. (Das gilt als vorletzte Stufe vor der Auflistung in einer Zielliste für die Greiferkommandos des Mossads.) Angekündigt werden zudem öffentliche Bücherverbrennungen. Da wird mir übel:
http://rentnernews.de/content/Einreisev ... tete-Kunst

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Und hier in diesem Spiegel-Artikel "Hoffentlich die letzte Tinte" schreibt Arno Frank:
""Günter Grass wird im Oktober 85 Jahre alt. Womöglich wäre es besser, jemand würde ihm sanft den Griffel entwenden."

Die Metapher "den Griffel abgegeben" benutzen wir in Deutschland nur in einer Bedeutung: sterben. Das find ich dann aber schon krass, dass man Grass den Tod wünscht.
Spiegel-Artikel: http://www.spiegel.de/kultur/literatur/ ... 53,00.html

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Solidarität für Grass und Informationen, wie Israel Propaganda macht (nämlich mit Lügen, falschen Übersetzungen etc.)
http://principiis-obsta.blogspot.se/201 ... grass.html
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