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Gebe ich MEIN Bestes?

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Gebe ich MEIN Bestes?

Beitragvon xyCommander » Dienstag 9. August 2011, 09:19

Ave.

Weil wir alle im selben Boot sitzen,
sollten wir froh darüber sein,
dass nicht alle auf unserer Seite stehen.

_________

Eine Frage, eine Antwort … Selbstakzeptanz

Von Ralf Senftleben

“Eine Frage – Eine Antwort” heißt die neue Beitrags-Reihe, in der wir mal in die Köpfe der Menschen schauen möchten,

die etwas Besonderes in ihrem Leben erreicht haben,
oder die etwas Besonderes können,
oder die das Leben führen, dass Sie auch führen wollen,
oder die das Leben in ganzen Zügen nach ihren Vorstellungen leben.
Was machen diese Menschen anders? Wie unterscheidet sich ihr Denken von unserem? Was können sie, das die anderen nicht können? Oder wo setzen sie andere Prioritäten?

In dieser Reihe stellen wir Menschen, die wir schätzen, genau EINE tiefgehende Frage und bekommen dann eine tiefgehende Antwort, die wir dann hier mit Ihnen teilen.

Dieses Mal haben wir den Vortragsredner und Autor Ralph Goldschmidt gefragt:

Wenn Sie einmal auf Ihr Leben zurückblicken:

Welches Ereignis bzw. welche Situation hatte nachhaltig den positivsten Einfluss auf Ihr Leben?


und die folgende Antwort bekommen:

Vor über 10 Jahren habe ich an einem – so sah ich es damals noch – Psycho-Seminar in Österreich teilgenommen. Mitten im Winter fand das Seminar auf einer Hütte in den Bergen statt.

Auf dem Seminar herrschte Askese: wenig Schlaf, wenig Essen, strenge Leitung. Zigaretten, Uhren, Geld, alles musste abgegeben werden und wurde weggeschlossen. Und es gab sogar ein Kommunikationsverbot außerhalb der Seminarzeiten. Fragen stellen war verboten und wir sollten erst mal bei allem mitmachen. Am letzten Tag würden wir dann die Antworten bekommen. Und so sind gleich am ersten Tag die ersten Teilnehmer abgereist. Ich war auch kurz davor, entschied mich aber dann, das Seminar durchzuziehen.

Ich war damals Ende 20 und habe bei der Vorstellungsrunde richtig dick aufgetragen, was für ein toller Hecht ich doch sei, wie super sportlich und fit ich sei, immerhin habe ich mein Sportstudium als einer der Jahrgangsbesten abgeschlossen. Dabei war ich noch nie so schlecht drauf gewesen wie damals. Ich hatte brutal viel gearbeitet, hatte mich schlecht ernährt und seit zwei Jahren kaum bewegt. Körperlich war ich eigentlich bankrott.

Hinter allem, was ich so gemacht habe, stand ein Ziel: Ich wollte Anerkennung. Von den Männern wie von den Frauen. Und dafür bekam ich auf dem Seminar schnell Gelegenheit: Gleich in der ersten Nacht wurden wir mit Trillerpfeife geweckt und mussten in Sportklamotten draußen antreten. Was auf uns wartete, war „Die Meile“ – wir mussten den Berg runter zum See laufen, dort dann wenden, und dann wieder den Berg hoch zurücklaufen bis zum Haus. Die Aufgabe des Seminarleiters lautete: Gib dein Bestes!

Ich bin also losgerannt und hatte schnell einen Vorsprung herausgelaufen. Kurve. Bergab nur nicht stolpern. Dann die Wendemarke. Ich war Erster. Mit großem Abstand. Jetzt musste ich nur noch wieder locker hochlaufen. Aber gleich nach der Wende merkte ich, dass ich einen Fehler gemacht hatte. Viel zu schnell losgelaufen. Jeder Muskel sauer. Ich bekam kaum noch Luft. In meinem Nacken spürte ich schon den Atem der Verfolger. Aber noch lag ich vorne. Bis hinter die Kurve. Dann ging nichts mehr: Ich stand mit den Händen auf den Knien im Schnee und kotzte. Würgte. Schluckte. Flennte. War das peinlich! Mir war so elend. Alle liefen an mir vorbei. Als ich am Ende oben ankam, hatte ich eine einzige Frau wieder überholt. Die war dreißig Jahre älter und einen Zentner schwerer als ich.

Oben wurden die Zeit gestoppt und Listen geführt. Nach dem Duschen haben wir uns dann – immer noch mitten in der Nacht – im Seminarraum getroffen.

Auf dem Flipchart waren die Teilnehmer in der Reihenfolge des Zieleinlaufs aufgelistet. Und ich war Vorletzter. Ich wollte nur noch in irgendein schwarzes Loch reinfallen, Deckel drauf, für immer im Erdboden verschwinden. Es war mir dermaßen hochnotpeinlich!

Dann wurden wir alle der Reihe nach befragt, wie’s uns geht. Ich kam dran: „Ralph, bei dir?“ – „Scheiße. Mir geht’s so, so scheiße.“ – „Und was war die Aufgabe? War die Aufgabe: Werd Erster? Oder: Lauf Streckenrekord? Die Aufgabe war: Gib dein Bestes!“

Und dann kam die Frage: „Erkennst du Parallelen zu deinem beruflichen oder privaten Leben?“ – Ja, klar, die erkannte ich. Und dann ging mir ein Licht nach dem anderen auf. Ich habe ständig 170 Prozent gegeben, immer bis zum Anschlag. Und oftmals auch darüber hinaus. Ohne Rücksicht darauf, was alles auf der Strecke bleibt. Und warum? Weil ich Anerkennung von Anderen wollte und keine andere Methode kannte, Anerkennung zu bekommen außer über meine Leistungen. Saublöd!

Ich weiß heute noch, wie mich die anderen Teilnehmer damals aufgemuntert haben. Und wie mir nach und nach mit all den schwierigen, manchmal schmerzenden und teilweise brutalen Übungen immer klarer wurde, worauf es ankommt. Dieses Seminar war die Initialzündung für den Selbsterfahrungstrip, der daraufhin folgte. An dieser Stelle habe ich angefangen, mein Selbstbild zu ändern. Ich habe Bücher gelesen, ich habe an Seminaren teilgenommen – im Prinzip habe ich wenig ausgelassen, was es in diesem Bereich zu machen gibt.

Und egal, was ich heute tue: ein Buch schreiben, ein Seminar konzipieren, mich um meine Kinder kümmern, einen Vortrag halten, egal was – ich stelle mir immer die Frage: Habe ich mein Bestes gegeben? Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr! Unter Berücksichtigung aller Bedingungen und Lebensbereiche, die mir sonst noch wichtig sind, und die nicht dauerhaft darunter leiden dürfen – war das mein Bestes?

Und wenn ich diese Frage mit JA beantworten kann, bin ich mit mir im Reinen … und baue nicht ständig noch weiter Druck für mich selbst auf. Eine Niederlage kann mir nicht mein Selbst nehmen. Was immer auch schiefgeht: Ich weiß, ich bin ein wunderbarer, wertvoller Mensch. Ich bin grundsätzlich in Ordnung, so wie ich bin. Ob ich gute oder schlechte Bücher schreibe, gute oder schlechte Vorträge halte, viel Geld oder keines verdiene, im Bett eine Kanone oder eine Niete bin. Wirklich? Ja, wirklich!

Das ist also mein persönliches Rezept gegen Leistungsdruck und für mein Selbstwertgefühl: Nicht DAS Beste geben, sondern MEIN Bestes geben. Und wenn jemand mehr verlangt als MEIN Bestes, also das, was ich unter Berücksichtigung aller Faktoren leisten WOLLTE – dann passen wir vielleicht einfach nicht zusammen.

Quelle und Kommentare: http://www.zeitzuleben.de/15098-eine-fr ... ldschmidt/
:-)
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