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Überwachung von P2P

Alles zum eMule (weiterer eDonkey-Nachfolger) im eDonekey-Netzwerk...

Überwachung von P2P

Beitragvon matze » Freitag 10. Januar 2003, 19:26

Hallo.

Lest euch mal folgendes durch:

http://www.kontor.cc/deutsch/news/kazaa.html

Auf der o.g. Seite sind 2 Links die ihr auch mal Lesen solltet


Gruss Matze
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Beitragvon Tronny » Samstag 11. Januar 2003, 01:34

Hi,
ich habe davon auch schon in anderen Foren gehört. es ist schwer zu sagen, ob es in Deutschland auch soweit kommen wird, aber da die Musik- und Filmindustrie ja überall ihre 'Agenten' sitzen hat, wird es wohl oder übel bald Essig mit P2P sein; obwohl es wohl weiterhin irgendwelche Tauschsoftware geben wird. Es sit ja auch noch nicht rechtlich geklärt, inwieweit der datenschutz des privatmannes gewährleistet ist.
Viele Grüsse sendet

Tronny
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Beitragvon Mad-Dog » Dienstag 14. Januar 2003, 20:51

Dann schaut mal hier..........:

Quelle: http://www.heise.de
Datum: 14.01.2003


T-Online darf Flatrate-IP-Nummern speichern

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat als zuständige Datenschutz-Aufsichtsbehörde entschieden, dass T-Online als Zugangsanbieter mitspeichern darf, welchen Kunden in einem bestimmten Zeitraum welche IP-Adresse zugewiesen wird. Diese Entscheidung gilt für jede Art des Internet-Zugangs für Privatkunden, also auch für Flatrate-Zugänge. Die Behörde war von einer Reihe von betroffenen T-Online-Kunden gebeten worden zu prüfen, ob die Praxis von T-Online, diese Daten 80 Tage ab Rechnungsstellung zu speichern, gegen geltendes Datenschutzrecht verstößt.

In der Begründung zur Entscheidung, die heise online vorliegt, heißt es wörtlich: "Die Speicherung der IP-Nummer ist gerechtfertigt, damit die T-Online International AG im Zweifelsfall die kostenpflichtige Erbringung ihrer Leistung wirklich korrekt und durchsetzbar nachweisen kann. Die IP-Nummer dient dazu, die Fehlersicherheit der Datenverarbeitung sowie die Nachweisbarkeit und die Durchsetzbarkeit von Forderungen zu gewährleisten. Es muss anerkannt werden, dass diese Ziele ohne die vergebene und dokumentierte IP-Nummer gerade bezüglich der für die Abrechung notwendigen Aufstellung der Nutzungsdaten bei zeit- und volumenabhängigen Nutzungstarifen grundsätzlich nicht ohne diesbezüglichen Qualitätsverlust erreicht werden können. Bei so genannten 'Flatrates' muss bezüglich der Abrechungszwecke berücksichtigt werden, dass Kunden der T-Online International AG innerhalb des T-DSL-Flat-Tarifes auch Verbindungen über ISDN, Modem oder GSM aufbauen können, die dann nicht mehr pauschal, sondern zeitabhängig verrechnet werden."

T-Online könne auch bei der Flatrate nur anhand der geloggten IP-Nummer eine vom Kunden behauptete Leitungsstörung widerlegen. Ob man dies gemäß Paragraf 6 Abs. 4 des Teledienste-Datenschutzgesetzes (TDDSG) als "Erforderlichkeit für Abrechnungszwecke" einstufen kann, könne dahingestellt bleiben, denn die Maßnahme des Providers sei darüber hinaus gemäß Paragraf 9 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) zur Gewährleistung der Datensicherheit erforderlich. Nur durch die Speicherung der IP-Adressen könnten im Nachhinein die Aktivitäten von Angreifern auf Datenverarbeitungssysteme nachvollzogen werden. "Es muss in diesem Zusammenhang auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass es geradezu paradox wäre, wenn in dem an technischen, rechtlichen und tatsächlichen Unsicherheiten kaum noch zu überbietenden Regelungsgegenstand 'Internet' mit den vielfältigen Sicherheitsdefiziten des aktuellen IPv4-Standards auf die Anwendung von Kontroll-, Sicherungs- und Sicherheitsvorschriften verzichtet würde, die aber für andere, ungefährdetere Datenverarbeiter der 'Offline-Welt' nach Paragraf 9 BDSG und Anlage hierzu sehr wohl gelten und dort eingehalten werden müssen", heißt es in der Begründung.

Zur Entscheidungsfindung hat die Aufsichtsbehörde in Darmstadt etwa ein Jahr benötigt. Erste Beschwerden von Kunden waren dort im Februar des vergangenen Jahres eingegangen, als heise online darüber berichtet hat, dass T-Online Nutzer von P2P-Tauschbörsen identifiziert und ermahnt hatte. Im Gespräch mit heise online erklärte der zuständige Beamte im Regierungspräsidium Darmstadt, Ralf Menger, dass der Beurteilung einige Gesprächsrunden mit den anderen Datenschutz-Aufsichtsbehörden der Bundesländer vorausgegangen waren. "Es hat zwar eine Mehrheit für unsere Auffassung gegeben, aber es wurden auch kritische Stimmen laut", beschrieb Menger die Lage. Eine formale Bindung für andere Behörden an die Darmstädter Beurteilung gäbe es nicht, betonte er. Es sei durchaus möglich, dass man in ähnlich gelagerten Fällen woanders auch anders entscheide. (hob/ct)

Kommentar

Die Entscheidung der Aufsichtsbehörde in Darmstadt kann nur mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen werden. Sowohl das BDSG als auch alle anderen datenschutzrechtlichen Vorschriften wie beispielsweise das hier einschlägige TDDSG gehen vom Grundsatz der größtmöglichen Datenvermeidung und Datensparsamkeit aus. Dieser erstmals im TDDSG enthaltene Grundsatz konnte dort nach der ausdrücklichen Aufnahme in Paragraf 3a Abs. 1 BDSG entfallen.

Unter diesen Umständen stand für viele Experten bislang außer Frage, dass das Mitprotokollieren von Abrechnungsdaten bei Nutzung einer Flatrate rechtswidrig sein muss, da diese Daten zur Abrechnung schlicht nicht benötigt werden. Der Kunde muss den Dienst unabhängig von seiner Nutzung zahlen. Keinesfalls dürfen nach dieser Argumentation Daten, die Rückschlüsse darauf zulassen, welcher Nutzer welchen Dienst wann benutzt hat, länger als für die Nutzung erforderlich gespeichert werden.

Obwohl das "alte" TDDSG noch eine eindeutigere Sprache hatte, ist durch das Gesetz über rechtliche Rahmenbedingungen für den elektronischen Geschäftsverkehr (EGG), welches das TDDSG sehr umfassend änderte, im "neuen" TDDSG keine relevante Änderung durch den Gesetzgeber gewollt worden. Der Gesetzgeber hat den bislang eigenständigen Begriff der Abrechnungsdaten zwar als Nutzungsdaten qualifiziert, dennoch darf der Diensteanbieter Nutzungsdaten nur erheben und verarbeiten, um die Inanspruchnahme des Dienstes zu ermöglichen und abzurechnen. Ist die Nutzung beendet, so bedarf es keiner Nutzungsdaten mehr, es sei denn, sie werden zur Abrechnung benötigt.

Es steht außer Frage, dass die von Providern vergebenen IP-Adressen für die Sicherheits- und Ermittlungsbehörden von größter Wichtigkeit zur Vermeidung und Aufklärung von Straftaten sind. Wenn diese Daten aber tatsächlich Ermittlungszwecken dienen sollen, muss der Gesetzgeber seine datenschutzrechtlichen Vorschriften entsprechend ändern. Für Straftaten der Fahrerflucht, fahrlässigen Körperverletzung durch Autounfälle usw. wäre es ebenso hilfreich, jeden Autofahrer vor Befahren der Autobahn zu registrieren. Auf diese Idee käme jedoch keiner ernsthaft. Zumal Paragraf 6 Absatz 8 TDDSG eine Öffnungsklausel für Fälle mit missbräuchlicher Tendenz enthält: Der Gesetzgeber lässt beim Vorliegen tatsächlicher Anhaltspunkte eine Speicherung zu, die darüber hinaus zu dokumentieren ist. Dann, und nur dann darf großzügiger gespeichert werden, sonst wäre diese Öffnungsklausel völlig überflüssig.

Auch der Verweis auf § 9 BDSG erscheint rechtlich fraglich, da das TDDSG spezielle Vorschriften für Teledienste enthält und insoweit dem allgemeinen BDSG vorgehen dürfte. Dies belegt aus meiner Sicht, dass die Entscheidung nicht mit dem Willen des Gesetzgebers übereinstimmt. Völlig fehl geht auch der Hinweis auf das Erfordernis der Protokollierung, damit der Diensteanbieter vom Kunden eventuell behauptete Leistungsstörungen widerlegen könne. Diese Argumentation stellt die Idee und die Zielrichtung des Datenschutzes auf den Kopf.

Die "Darmstädter Entscheidung" wird zumindest dahingehend eine Signalwirkung entfalten, dass Provider sich auf sie berufen und hinsichtlich ordnungsrechtlicher oder zivilrechtlicher Ansinnen exculpieren werden. Die Entscheidung öffnet dem gläsernen Internet Tür und Tor und dürfte weitreichende Folgen nach sich ziehen. (Stefan Jaeger) /
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Beitragvon Mad-Dog » Dienstag 14. Januar 2003, 20:53

Siehe auch hier:

"Schon etwas älter......"


T-Online warnt aktive Nutzer von Tauschbörsen vor Urheberrechtsverstößen

T-Online geht mit sanftem Druck gegen die illegale Nutzung von Tauschbörsen vor. Einzelne Kunden wurden schriftlich darüber informiert, dass sie urheberrechtlich geschützte Inhalte im Internet angeboten hätten und darum gebeten, "dafür Sorge zu tragen, dass dies nicht wieder vorkommt".

Zu Untermauerung nennt T-Online die vom Kunden zu einer bestimmten Zeit verwendete IP-Adresse und darüber angebotene Inhalte, beispielsweise den Film Shrek. Weiterhin heißt es in einem heise online vorliegenden Schreiben: "Es liegen noch andere Fälle zu anderen Zeiten vor, diese Meldungen lassen auf keinen Zufall schließen!"

T-Online-Sprecher Michael Schlechtriem erklärte, die Schreiben beruhten auf Hinweisen der Rechteinhaber, die T-Online gebeten hätten, "Maßnahmen zu ergreifen". Wieviele Kunden davon betroffen sind, wollte Schlechtriem nicht sagen. Er betonte, dass T-Online selbst keine Inhalte überprüfe und auch nicht aktiv nach bestimmten Inhalten suche. T-Online handle im Interesse des Kunden, weil man ihn auf Probleme hinweise. Das Schreiben habe keine rechtlichen Konsequenzen.

Der T-Online-Sprecher wies darauf hin, dass die betroffenen Kunden grundsätzlich auch mit einer Strafanzeige durch den Rechteinhaber rechnen müssten. Falls Kunden wiederholt auffielen, könnte T-Online darüber hinaus selbst gegen die illegale Nutzung seines Dienstes vorgehen und Accounts sperren. "Wir wollen nicht, dass das Image von T-Online geschädigt wird", betonte Schlechtriem. (hod/c't)

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Beitragvon Mad-Dog » Dienstag 14. Januar 2003, 22:59

Und nochwas gefunden, für diejenigen, die es noch nicht gelesen haben. Gilt Allerdings nicht nur für emule, sondern auch für andere Sharingprogramme.

Fand nur kein Platz, wo ich es platzieren sollte ;-)

Mein Kommentar zum Text" Panikmache"


Hacker-Gruppe: Spionage-Tool für Tauschbörsen?

München (smk/vp) – Die Hacker-Gruppe "Gobbles Security" will in den vergangenen Monaten im Auftrag der US-Musikindustrie Würmer in Online-Tauschbörsen eingeschleust haben. So sollten Nutzer ausspioniert und die Dienste über kurz oder lang kontrolliert werden, schreibt die Gruppe.

Dabei sollen Sicherheitslücken von Audio- und Videoplayern auf den PCs der Tauschbörsen-Nutzer ausgenutzt werden, um eine Überwachung zu starten. Etwa ließ sich nach Angaben von "Gobbles Security" kontrollieren, wann ein aus dem Netz geladenes Video mit einem "unsicheren" Player betrachtet wurde.

Die Software-Experten interessierten sich nach eigenen Aussagen für Sicherheitsprobleme folgender Player: mplayer, WinAmp, Windows Media Player, xine, mpg123 und xmms. In allen Programmen wollen die Spezialisten Sicherheitslücken gefunden haben, die sich für ihre Zwecke nutzen ließen.

95 Prozent aller Filesharing-Clients infiziert?
Das eigens entwickelte Tool, das die Lücken in den Media-Playern ausnutzt, will "Gobbles Security" seither auf nahezu 95 Prozent aller Rechnern mit Clients für illegale Tauschbörsen installiert haben. Zudem soll es mittlerweile eine Liste mit allen auf den PCs befindlichen Audio- und Video-Dateien geben, die nun dem US-Musikverband RIAA ausgehändigt werden soll.

Die Hacker-Gruppe hatte nach eigenen Angaben eine Vereinbarung mit der RIAA, laut der sie keine Informationen über das von ihr entwickelte System preisgeben durfte. Als Beweis, dass das Software funktioniert, nennen die Spezialisten eine bisher angeblich unentdeckte Sicherheitslücke im Linux-Player mpg123, die sie auf der "Bugtraq"-Mailingliste veröffentlicht haben.

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Beitragvon Mad-Dog » Sonntag 19. Januar 2003, 13:50

Stand: 18.01.03

Apple stoppt Tauschbörsen-Plug-In für iTunes

Apple Computer hat die Verbreitung eines Programms untersagt, das aus iTunes eine Peer-To-Peer-Software zum Tauschen von Musikdateien macht. Mit dem Plug-In namens iCommune können Anwender von Apples kostenloser Musiksoftware sich per Netzwerk gegenseitig ihre Audio-Bibliotheken zugänglich machen oder Songs in Form von Audio-Streams zur Verfügung stellen.

Der Entwickler, James Speth, hat laut einem Bericht des Online-Newsdienstes CNet am Mittwoch die Aufforderung erhalten, das Programm, dessen weitgehend funktionsfähige Beta-Version er Anfang des Monats zur Macworld Expo vorgestellt hatte, von seiner Website zu entfernen. Apple berief sich darauf, dass Speth die Bestimmungen des Software-Lizenzvertrags für das iTunes-Entwicklungskit verletze. Der Newsdienst bringt Apples Schritt mit der zunehmenden Feindseligkeit zwischen der Musikindustrie und Filesharing-Diensten wie Kazaa in Verbindung.

Apples Entwicklungskit ist dazu gedacht, iTunes mit Hardware von Drittanbietern, etwa portablen MP3-Playern, kompatibel zu machen. Speth sagte zu CNet, der Konflikt mit Apple beruhe auf einem Missverständnis. Er habe die Entwickler-Tools zunächst zu dem Zweck bezogen, iTunes an einen unter Linux laufenden Player anzupassen, den er an seiner Stereo-Anlage betrieb. Dazu musste Apples Musiksoftware mit dem Web-Interface des Players zusammenarbeiten. Später sei das Projekt ausgeufert und über den Zweck hinausgegangen, den er in seiner Lizenzvereinbarung mit Apple angegeben habe. Speth will nun eine neue Peer-To-Peer-Lösung für iTunes entwickeln, die ohne Apple-Code auskommt. (cp/c't)

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Beitragvon Mad-Dog » Dienstag 21. Januar 2003, 18:14

Stand. 21.01.03

Datenschützer halten IP-Nummern-Speicherung für unzulässig

Die Entscheidung des Regierungspräsidiums Darmstadt, T-Online dürfe die IP-Nummern seiner Flatrate-Kunden speichern, stößt bei Landesdatenschutzbeauftragten auf Widerspruch. Das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz (ULD) in Kiel erklärte, eine Speicherung der IP-Nummer sei zum konkreten Nachweis der Entgeltpflicht nicht erforderlich und damit grundsätzlich nicht erlaubt. Dagegen könne auch nicht eingewendet werden, dass der Anbieter die IP-Nummer zu Beweiszwecken benötige. Damit hatte das Regierungspräsidium Darmstadt in seiner Funktion als Datenschutzaufsichtsbehörde von T-Online unter anderem die Speicherung gerechtfertigt. Weiterhin erkannte die Darmstädter Behörde in der Protokollierung "ein geeignetes Mittel", um die Systemsicherheit zu gewährleisten und Hackerangriffe analysieren zu können. Diesem Sicherheitsargument wollte das ULD genauso wenig folgen und stellte unmissverständlich klar, dass es eine umfassende IP-Nummern-Speicherung bei Flatrate-Providern in Schleswig-Holstein nicht dulden werde.

Der Niedersächsische Landesdatenschutzbeauftragte Burkhard Nedden kritisierte die Darmstädter Entscheidung ebenfalls. "Es kann nicht sein, dass der Datenschutz über den Umweg der Datensicherheit ausgehebelt wird", sagte er heute bei einem Pressegespräch in Hannover. In Niedersachsen war die Datenerfassung bei Flatrate-Anbietern bislang kein Thema. Nedden räumte ein, dass er nicht wisse, ob Provider, die seiner Datenschutzaufsicht unterstehen, IP-Adressen von Surfern speichern oder nicht. Anfragen oder Kontrollen habe es diesbezüglich noch nicht gegeben.

Nedden betonte, man müsse verhindern, dass IP-Nummern dauerhaft gespeichert würden. Jede Datenspeicherung, egal ob Diagnoseinformationen, Mautabrechnungen oder genetische Fingerabdrücke, wecke Begehrlichkeiten bei Strafverfolgern, Versicherungen oder Arbeitgebern. In diesem Zusammenhang kündigte er an, auch die Praxis vieler Website-Betreiber überprüfen zu wollen, IP-Adressen zu protokollieren. Anlass dafür sei der Prozess gegen einen Forumsteilnehmer von heise online, der anhand der IP-Adresse und einer Anfrage bei seinem Provider T-Online schnell ermittelt werden konnte. Die Herausgabe der IP-Nummer durch eine richterliche Anordung erzwungen worden.

Allerdings sind längst nicht alle Experten auf einer Linie mit den Datenschutzbeauftragten aus Kiel und Hannover. Selbst Neddens Sprecher Wilfried Seiffert stellte sich im Gespräch mit c't grundsätzlich hinter die Darmstädter Entscheidung. Detaillierte Informationen zum Thema liefert der Artikel "Gläserner Surfer oder technische Notwendigkeit? Die Speicherung von IP-Adressen und der Datenschutz", der am kommenden Montag in der c't-Ausgabe 3/03 erscheint. (hod/c't)

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Beitragvon Mad-Dog » Mittwoch 22. Januar 2003, 17:52

Und wieder eine neue Nachricht..........:

Datum: 22.01.2003

Provider muss Identität von Kazaa-Nutzer preisgeben

Ein US-Bezirksrichter hat den Internet-Provider Verizon dazu verurteilt, Daten eines Internet-Nutzers herauszugeben, der illegale Musikkopien getauscht haben soll. Der Abonnent des Internet-Providers Verizon soll angeblich mit Hilfe des Musiktauschdienstes Kazaa mehrere hundert Dateien mit anderen Kazaa-Fans getauscht haben.

Der Verband der Musikverleger RIAA setzt mit diesem Urteil erstmals einen Passus des 1998 ratifizierten DMCA durch, nach dem weder eine Klage noch ein Urteil gegen einen Benutzer eines so genannten Peer-to-peer Online-Tauschverfahrens vorliegen muss. Stattdessen kann der Copyright-Eigner im Schnellverfahren per Gerichtsbeschluss an die Identität des Verdächtigten gelangen: Service-Provider müssen der Vorladung unter Strafandrohung Folge leisten.

Der US-Internet-Provider Verizon hatte sich dagegen zur Wehr gesetzt, da die fraglichen Daten nicht auf Rechnern des Providers, sondern auf dem PCs der Benutzer gespeichert waren. Verizon hatte sich außerdem auf die verfassungsmäßigen Rechte seiner Abonnenten berufen, deren Datenschutz ohne vorhergehenden Richterspruch, ja sogar ohne Klage des angeblich Geschädigten durch die DMCA-Auslegung ausgehebelt werde. Mit der vorliegenden Urteilsbegründung könne die Musikindustrie beispielsweise auch die Herausgabe von E-Mails erzwingen, die im Zusammenhang mit Verletzungen des DMCA stünden, so Verizon.

Richter John Bates am Bezirksgericht in Washington D.C. lehnte diesen Einwand ab und gab der RIAA uneingeschränkt Recht. Erst vor einer Woche hat die Lobby der Musik- und Filmverlage einen ähnlich bedeutsamen Sieg im Streit um den DCMA errungen. Der oberste US-Gerichtshof entschied, die Verlängerung der Urheberrechte um weitere 20 Jahre durch den US-Kongress sei rechtens.

Verizon beabsichtigt, gegen das jüngste Urteil Berufung einzulegen. Datenschützer und Bürgerrechtsverbände wie die Electronic Frontier Foundation und Electronic Privacy Information Center sowie die National Consumers League haben bereits ihre Unterstützung zugesagt

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Beitragvon Spawn » Donnerstag 23. Januar 2003, 04:01

Ja, was soll ich da sagen.War doch eigentlich nur ne Zeitfrage bis das soweit kommt.Aber man kennt das doch, es kommt ein neues Sicherheitssystem oder von mir aus auch Spionagesystem und kurze Zeit später kommt wieder ein Programm/Crack/Blocker oder was auch
immer, welches solche Sicherheitssysteme ausschaltet oder umgeht.
Desweiteren sage ich dazu - Es lebe die externe Festplatte :-)) :twisted:










Gruss Spawn
WDFZDR!!
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Beitragvon Mad-Dog » Samstag 25. Januar 2003, 16:59

Datum: 25.01.2003

Service Provider sollen Filesharing unterbinden

Nachdem die RIAA als Interessenvertretung der US-amerikanischen Plattenindustrie zunächst die Tauschbörsen direkt verklagt hat, will sie sich nun verstärkt den Internet Service Providern zuwenden. Schließlich sind sie es, die den Kunden den Tausch über die Peer-to-Peer-Netzwerke ermöglichen. Hilary Rosen, Noch-Vorsitzende der RIAA, sieht die ISPs denn auch als Profiteure des momentanen Urheberrechts-Desasters: "Machen wir uns nichts vor: Die ISPs wissen, dass ein Großteil der Nachfrage nach Breitbandverbindungen nur aufgrund der Verfügbarkeit von Tauschbörsen entsteht", so Rosen am Rande einer Musik-Messe in Cannes. Daraus resultiere auch eine gewisse Verantwortung. Vermutungen, die RIAA wolle über Verwertungsgesellschaften eine Abgabe auf das Transfervolumen der ISPs erheben, trat Rosen jedoch entgegen: "Dies wäre ein Abgehen von unserer bisherigen Strategie". Die Provider sollten jedoch das Nutzungsverhalten ihrer Kunden überwachen und Filesharing unterbinden.

Doch wahrscheinlich geht es nicht nur um das Überwachen der User, sondern auch um eine engere Zusammenarbeit mit der RIAA. Erst am Dienstag hatte die RIAA vor dem District Court of Columbia eine Klage gegen den Service Provider Verizon gewonnen, in dem dieser verpflichtet wurde, die Identität eines Users preiszugeben. Der Kunde hatte via Kazaa über 600 Dateien getauscht. Sollte dieses Urteil auch in höherer Instanz bestätigt werden, könnte dies in den USA de facto auf eine Auskunftspflicht der ISPs gegenüber der RIAA hinauslaufen. In Deutschland indes ist bereits nur das Speichern der IP-Nummern, die zur Rückverfolgung eines Internet-Nutzers nötig sind, umstritten. Zumindest bei Flatrate-Usern sind sie zur Erstellung einer korrekten Abrechnung nicht nötig -- genau diese Bedingung stellt jedoch das Teledatenschutzgesetz für die Speicherung personenbezogener Nutzungsdaten.

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Beitragvon Mad-Dog » Dienstag 28. Januar 2003, 23:56

Hamburgs Datenschutzbeauftragter gegen IP-Adress-Speicherung bei Flatrates

Guter Datenschutz als Kaufargument -- das predigen Privacy-Wächter Unternehmen schon seit Jahren, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Bei der Speicherung der IP-Adressen durch Flatrate-Anbieter wie T-Online streiten sich die Experten aber, ob diese notwendig ist oder aber gegen Datenschutzvorschriften verstößt. Das Darmstädter Regierungspräsidium als Aufsichtsbehörde von T-Online hatte die Speicherung der IP-Nummern für zulässig erachtet. Anhand der IP-Adressen können Ermittler Surfer im Nachhinein identifizieren, etwa bei Hackerangriffen, illegalen Download-Angeboten oder strafbaren Forumsbeiträgen.

Hamburgs Datenschutzbeauftragter Hans-Hermann Schrader widersprach heute seinen hessischen Kollegen und erklärte die Speicherung bei Flatrate-Kunden als "grundsätzlich nicht berechtigt". Er berief sich dabei auf die "engen Vorgaben des Teledienstedatenschutzgesetzes". Die IP-Adresse sei zur Inanspruchnahme oder Abrechnung des Dienstes nicht erforderlich und dürfe deswegen nicht gespeichert werden. Auch die Vorschriften zur Gewährleistung der Datensicherheit, auf die sich T-Online gegenüber dem Regierungspräsidium berufen hatte, stellten keinen Erlaubnistatbestand dar, um prophylaktisch und pauschal die IP-Adressen aller Nutzer zu speichern. Ähnlich hatten sich auch die Datenschutzbeauftragaten aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen geäußert.

Beim Flatrate-Anbieter AOL, der als Provider mit Sitz in Hamburg unter die Aufsicht des Hamburger Datenschutzbeauftragten fällt, wollte man dessen Erklärung zur IP-Nummern-Speicherung nicht kommentieren. Auf die Anfrage von heise online, ob AOL derzeit die IPs seiner Flaterate-Nutzer protokolliert, gab Pressesprecher Jens Nordlohne die Antwort: "Dazu sagen wir nichts." Nordlohne ließ durchblicken, dass man bei AOL davon ausgeht, dass demnächst eine "bundesweit einheitliche Regelung" zur Speicherung von IP-Nummern kommen wird.

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Beitragvon Mad-Dog » Mittwoch 29. Januar 2003, 00:00

Kazaa schlägt zurück

Sharman Networks, Besitzer der Tauschbörsen-Software Kazaa , hat in Los Angeles Klage gegen die Film- und Musikindustrie eingereicht. Laut Sharman sei die Industrie lediglich daran interessiert, mögliche Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Dies berichtet " Cnet ".

Dem Bericht zufolge haben sich Vertreter von Sharman (und seinem Geschäftspartner Altnet) mehrmals mit Vertretern der Musikindustrie getroffen. Ziel sei ein Lizenzvertrag gewesen, der den Vertrieb urheberrechtlich geschützter Titel per Internet legalisiert hätte.

In seiner Klage behauptet Sharman, dass einige Vertreter der Industrie durchaus Interesse an einer solchen Vereinbarung gezeigt hätten, aber von der RIAA zurückgepfiffen wurden. Diese hätte ihre Partner "wiederholt instruiert", die Kontakte mit Altnet und Sharman nicht fortzusetzen.

Somit kommt das Unternehmen zu dem Schluss, dass es der Industrie nicht um eine einvernehmliche Einigung gehe, sondern dass vielmehr unliebsame Konkurrenten aus dem Weg geräumt werden sollen, um den Weg für eigene Musik- und Filmangebote im Internet frei zu machen.

Erst vor wenigen Wochen urteilte ein Gericht in den USA, dass US-Studios die Muttergesellschaft von Kazaa, Sharman Networks, in den USA verklagen dürfen, obwohl das Unternehmen seinen Sitz in Australien hat

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